Frostbewässerung zum Schutz der Apfelblüte

Bild: Hotel Gantkofel, Andrian (Südtirol); Osterferien 2003 (Anfang April)

Zur Zeit der Obstblüte gibt es immer wieder Nächte mit relativ strengem Frost. Schon eine einzige Frostnacht kann die Blüte und damit den Ertrag des ganzen Jahres zerstören. Um 1900 wurde in Südtirol die Methode der Frostbewässerung zum Schutz der Obstblüte erfunden. Über Sprühköpfe, die in den Obstanlagen fest installiert sind (Siehe Abbildung oben), werden die Bäume mit Wasser besprüht. Das aufgesprühte Wasser fängt an zu gefrieren. Solange aber noch nicht alles Wasser gefroren ist, sinkt die Temperatur nicht unter 0°C (Ein Gemisch aus Eis und Wasser hat die Temperatur 0°C). Da immer wieder frisches Wasser aufgesprüht wird, kann man so die Nacht "durchstehen", die Blüten können Temperaturen von 0°C ohne Schaden überstehen. Am Morgen ist dann eine Eisschicht auf den Blüten, die jetzt von den Sonnenstrahlen weggetaut wird.

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